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Dufte Aufgüsse

Für Gesundheit, Spaß und Wohlbefinden

Heiße Steine, Aufgüsse und dazu ein wedelnder Meister. Genau – wir sprechen vom Saunieren. Wer die heißen Kammern bisher gemieden hat, dem wird jetzt viel Wissenwertes rund ums Saunieren vorgestellt. Es wird nicht nur auf die Geschichte eingegangen, Sie erfahren auch, wie ein Aufguss abläuft, was Sie krankheitsbedingt vermeiden sollten und wie das Saunieren in anderen Ländern praktiziert wird.

Die Sauna ist ganz nüchtern betrachtet ein Raum mit hölzernen Wänden, in dem Gäste bei trockener Hitze zum Schwitzen gebracht werden. Von Zeit zu Zeit wird Wasser, teils mit speziellen Düften und Wirkungen, zum Verdampfen über die heißen Steine gegossen. Man weiß heute, dass die Ursprünge der Sauna bis in die Steinzeit zurückreichen. Die Menschen wollten damals ihre Aufenthaltsorte einheizen und damit ihre Körpertemperatur erhöhen. Bis die Finnen das Heißluftbad vor rund 2.000 Jahren aus Asien nach Europa brachten, war dieses Ritual nur noch dort und in Teilen Russlands zu finden.

Von der Erdsauna zur Kultivierung
Bis zur modernen Sauna, wie wir sie uns vorstellen, vergingen allerdings noch Jahrhunderte und viele Zwischenschritte. Von einer in die Erde gegrabenen Grube über Zelte und Scheunen bis hin zur Blockholzhütte mit Saunaöfen gab es vielfältige Entwicklungsstufen. Erst nach 1945 verbreitete sich die Saunakultur im gesamten mitteleuropäischen Raum. Heute gibt es sie in jeder vorstellbaren Variante und Form. Und es geht nicht mehr nur darum, das gesamte subjektive Wohlbefinden zu steigern, d.h. Körper und Geist in Wallung zu bringen, sich gegen Erkältungskrankheiten abzuhärten, den Blutdruck zu senken, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung anzuregen oder die Muskulatur durch den Heiß-Kalt-Wechsel zu entspannen sowie das Bindegewebe zu straffen. Vielmehr kann man von einem kulturellen Treffpunkt und gesellschaftlichen Erlebnis über das gesamte Jahr sprechen.

Der Aufguss als Highlight des Saunaganges
Der Aufguss kann als der Höhepunkt des Saunaganges bezeichnet werden. Bei ihm werden die bis zu 500° heißen Lavasteine des Ofens mit kaltem oder heißem Wasser begossen und dadurch die Luftfeuchtigkeit in der Schwitzkammer kurzzeitig erhöht. Der Dampf wird zur Decke gestoßen und mit einem Wedel gleichmäßig in der Luft verteilt. Durch das Verwirbeln wird zwar die Raumtemperatur nicht erhöht, Saunagängern kommt es aber plötzlich heißer vor, weil die kühle Luftschicht, die sich bis dahin noch als Isolierung auf der Haut befunden hat, mit warmer Luft verbunden wird.

Was die Art des Saunierens angeht, gibt es landesspezifische Unterschiede. In Finnland ist beinahe in jedem Haus oder im Garten eine eigene Sauna zu finden. Ein Holzhäuschen gehört fast schon zum guten Ton und gilt als fester Bestandteil des Alltages, sogar bei Kindern. Die Anhänger sitzen auf Pritschen und vollführen regelmäßige Aufgüsse sorgfältig nach Plan. Sie streichen die Haut mit Birkenquasten ab und sind während der ganzen Prozedur mucksmäuschenstill. Saunahäuser sind vor allem an Seen gebaut, da die schnelle Abkühlung nach dem Saunagang so nicht lange auf sich warten lassen muss.

Die Araber hingegen lieben es feucht in der Sauna und bevorzugen außerdem viele Massagen. Das Hamam kann eher als Dampfbad bezeichnet werden statt als Sauna. Nur der erste Schritt, das sogenannte „Göbbek“, erinnert durch ein beheiztes Podest an eine Sauna. Danach geht es in einen Ruheraum und in das „Sogukluk“ mit nur knapp 40 Grad, in dem auch die erste Massage stattfindet. Weiter geht es zum Dampfbad „Halvet“ mit weiteren Massagen sowie Kalt- und Warmwassergüssen. Vollkommen nackt ist übrigens in der Türkei jedoch niemand. Es wird immer ein Peştemal (eine Art Lendenschurz) getragen.

Bewaffnet mit Löylykelle und Wacheltuch
Hierzulande übernimmt den Aufguss in öffentlichen Saunen zumeist ein Saunameister. Begonnen wird damit, dass die Badenden in der Sauna Platz nehmen und einige Minuten vorschwitzen. Sobald der Aufgussmeister das Heißluftbad betritt, wird für die gesamte Zeit nicht nur die Tür geschlossen, höflichkeitshalber sollte während des Aufgusses auch das Sprechen vermieden werden. Wird es einem zu heiß: Einfach eine Stufe tiefer setzen oder zügig den Raum verlassen. Manchmal werden Eiswürfel und gekühlte Fruchtstücke gereicht, um den Körper ein wenig abzukühlen.